Tarot Kartenlegen

Sunday, June 1st, 2008.

Zunächst fand das Tarot  Kartenlegen nach einer ganz einfachen Methode statt. Aus einem Stapel Karten zog die „Sibylle“, das ist ein anderes Wort für Wahrsagerin, ein Blatt und deutete es je nach der gestellten Frage. Doch bald genügte dieses simple Verfahren den Weissagenden und ihren Kunden nicht mehr.

Die „Sibylle“ breitete die Karten nun nach einem bestimmten System nebeneinander aus und interpretierte die angeblichen Zusammenhänge zwischen ihnen. Bevor man mit dem Kartenlegen beginnt, sollte man sich vollkommen entspannen und eine Kerze als Symbol der Kraft der Seele und des Lebens anzünden. Man sollte sich außerdem vorher überlegen, was man aus den Karten erfahren möchte und sich in Gedanken einen Wunsch oder eine Frage zurecht legen, auf den bzw. die man eine Antwort haben möchte. Man sollte den Wunsch so äußern oder die Frage so stellen, dass die Antwort entweder positiv oder negativ ausfallen kann. Während des Kartenlegens sollte man sich immer auf die Frage oder den Wunsch konzentrieren.

Je ernsthafter und feierlicher das Kartenlegen vollzogen wird, desto größeren Eindruck ruft es hervor und umso überzeugender wirkt es. Man verwendet zum Kartenlegen das französische Spiel mit 32 Karten, die erst einmal gemischt werden müssen. Legt sich jemand selbst die Karten, darf er sie nach dem Mischen sofort in 4 Reihen zu je 8 Blatt ausbreiten. Wenn einer anderen Person die Karten gelegt werden, hebt diese 2 bzw. 3 Häufchen vom Gesamtstapel ab und legt sie rechts daneben. Eine verheiratete Person hätte das mit der rechten, eine ledige mit der linken Hand zu tun. Anschließend vereinigt sie die Häufchen miteinander, und die „Sibylle“ ordnet die Karten in den 4 Reihen an. Unter den Blättern sucht sie nun die Personenkarte heraus, wobei Herz- König den männlichen und Herz- Dame den weiblichen Fragesteller vertritt. Befindet sich die Personenkarte am Rand, mischt und verteilt man das Spiel noch einmal.

Die aussagekräftigsten Blätter sind die, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Personenkarte auftauchen oder gemeinsam mit dieser Figuren bilden. Solche Beispiele findet ihr auch auf eurem Blatt. Welche Verfahrensweise man letztendlich auswählt oder ob man ganz andere benutzt, ist in Wirklichkeit gleichgültig, da es sich sowieso nur um Spekulationen der Phantasie ohne logische Begründbarkeit handelt.

Die Entstehung des Tarots

Sunday, June 1st, 2008.

Nicht ohne Grund tragen die Spielkarten die ironisch- kritische Bezeichnung „Des Teufels Gebetbuch“. Sie sollen Schuld daran sein, dass leidenschaftliche Spieler Haus und Hof verloren haben. Da die Wahrsagekarten eng mit den Spielkarten verbunden sind, werfen wir zunächst einen Blick auf diese. Über Entstehungszeit, -ort und Herkunft ist noch nichts Sicheres bekannt. Wahrscheinlich wurden sie im Orient erfunden.
Das Material aus dem sie bestanden, war anfangs recht unterschiedlich. Es konnte Holz, Elfenbein oder Leder sein. Als geeignetster Rohstoff stellte sich schließlich Papier heraus.

Das frühste sichere Zeugnis für Spielkarten in Europa findet sich im Erlass des Stadtrates von Florenz aus dem Jahre 1376. Mit ihrer Herstellung ließen sich offenbar gute Gewinne erzielen. Denn Ende des 15 Jh. siedelten sich Kartenmacher auch in deutschen Städten wie Augsburg, Nürnberg und Leipzig an. Auf ihrem Vormarsch mussten die Spielkarten allerdings heftigen Widerstand überwinden.

Die Liste von Verboten und Strafandrohungen, mit denen staatliche und kirchliche Autoritäten „Des Teufels Gebetbuch“ belegten, ist lang. Am radikalsten verhielt sich der Franziskanermönch Johannes Capistranus, der nicht nur unzählige Kartenspiele, sondern auch 2640 Brettspiele und 40 000 Würfel auf den Scheiterhaufen warf. Doch der Siegeszug der Spielkarten war nicht mehr aufzuhalten. Beitrag weiterlesen »

Vier Bereiche der Magische Praktiken

Sunday, June 1st, 2008.

Magische Praktiken können in vier Bereiche eingeteilt werden. Der erste Bereich, die sogenannte Sympathie- Magie, basiert auf symbolischen Darstellungen und Wunscherfüllung.

Gewünschte Wirkungen werden durch Imitation oder Verwendung von Gegenständen erzielt, die mit einer Person in Verbindung gebracht werden. So glaubt man z.B., dass man einen Feind verletzen kann, indem man Pfeile in eine Abbildung von ihm sticht.

Die zweite wichtige Form der Magie ist die Weissagung, wozu die Aneignung von geheimen Wissen durch Legen der Karten (mein Hauptthema), die Deutung von Omen oder Vorzeichen, die Astrologie und spontane Äußerungen von Personen im Trancezustand zählen.

Die dritte Form der Magie ist die Thaumaturgie oder das Wunderwirken, wozu Alchimie, Hexerei und Zauberei zählen.

Die vierte Form der Magie ist das aufsagen von Zaubersprüchen, Versen oder Formeln, welche die Namen übernatürlicher Wesen oder der Personen enthalten, denen Gutes oder auch Schlechtes gewünscht werden soll.